Quelle: http://www.umweltarena.ch/uber-uns/energieautarkes-mfh-brutten/

Bei der ökologischen Modernisierung wird mit neuen Technologien die Umweltnutzung und die Wirtschaftlichkeit optimiert: sauberer und erst noch günstiger. Solche Technologien verbreiten sich von selber, ausser Hindernisse stehen im Weg wie veraltete Regulierungen, Lock-in-Effekte oder unvollkommen funktionierende Märkte (Externalitäten): dann ist die Politik gefragt!

Die ökologische Modernisierung stärkt die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft und schafft Arbeitsplätze!

Unter ökologischer Modernisierung verstehe ich Chancen für Fortschritte für beides: Wirtschaft und Umwelt. Sie entstehen typischerweise aus neuen Technologien. LED-Lampen sind ein Beispiel hierfür: LED-Lampen können gegenüber älteren Beleuchtungs-Technologien den Strombedarf und gleichzeitig die Gesamtkosten reduzieren, ohne dass auf gewohnten Komfort verzichtet werden muss.

Die ökologische Modernisierung steht für mich im Zentrum des Grünliberalen Verständnisses in der konsequenten Verbindung von Ökonomie und Ökologie. Das Potential für unsere Volkswirtschaft ist gross, anhand der Nutzung neuer und marktreifer Technologien die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und gleichzeitig die Umweltbelastung zu reduzieren, ohne über einen Verzicht diskutieren zu müssen.

 

Der ökologischen Modernisierung können Hindernisse im Weg stehen: dann ist die Politik gefordert

Weil für die Nutzung ökologischer Modernisierungspotentiale zahlreiche Hindernisse im Weg stehen, ist die Politik gefordert. Hindernisse können blockierende Regulierungen sein, das Festhalten an klassischen Technologien (z.B. Lock-In-Effekt) oder unvollkommen funktionierende Märkte (z.B. Externalitäten). Daher muss die Politik sicherstellen, dass das ökonomische Potential solcher Neuheiten genutzt werden kann. Ich setze mich für eine sinnvolle Förderung ein, ohne auf Verbote und Subventionen zu setzen, aber stattdessen mit dem Verursacherprinzip und funktionierender Märkte im Fokus.

Das energieautarke Mehrfamilienhaus in Brütten, welches ohne externe Energiezufuhr und damit ohne Strom-, Öl und Gasanschluss auskommt, zeigt beispielhaft das immense Potential auf. Man stelle sich vor, in welchem Ausmass unsere Volkswirtschaft erstarken würde, wenn ein Teil der Technologie im energieautarken Mehrfamilienhaus ohne bürokratischen Hindernisse diffundieren würde. Der Gebäudebereich beansprucht 45% des gesamtschweizerischen Energieverbauchs. Milliardenausgaben könnten anstatt für Erdöl in die lokale Wirtschaft gelenkt werden und es würden zahlreiche attraktive Arbeitsplätzen entstehen.

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Quelle: www.umweltarena.ch