Beitrag über die neue (teure) Notfalldienstorganisation (Dez 17)
  • Es hat keine öffentliche Ausschreibung gegeben für die neue Triagestelle (jährliche Kosten von Fr 7 Mio). Das wäre gesetzlich notwendig gewesen.
  • Der Preis für Anrufe auf die Triagestelle ist mindestens doppelt so hoch wie sie sein müssten (zB im Vergleich mit den Lösungen der Gemeinden in 2017 mit dem Ärztefon).
  • Aus diesen zwei Gründen wollten die Grünliberalen als einzige Partei das Gesetz an die Regierung zurückzuweisen und eine öffentliche Ausschreibung durchzuführen
  • Verfechter der aufzubauenden Triagestelle argumentieren, es gibt keine anderen Anbieter auf dem Markt als die AGZ. Das ist falsch: Medicall, Medphone, MNZBasel sowie viele Krankenkassen mit dem Telmed-Modell haben Erfahrung und bereits die Infrastruktur aufgebaut für die nicht lebensbedrohliche telefonische Triagierung.
  • Wichtiges zum Geschäft: Bei der Triagestelle geht um nicht lebensbedrohliche medizinische Leiden. Für lebensbedrohliche Situationen steht die Notrufzentrale (144) zur Verfügung.
  • Die Grünliberalen haben von Anfang und als einzige die Diskussion über die hohen Kosten und ausgebliebene Ausschreibung geführt: Medienmitteilung vom 17.11.2017

Der Kantonsrat hat mittlerweile meinen Vorstoss für eine nachträgliche, fairere und günstigere öffentliche Ausschreibung der Submissionsverordnung überwiesen: link Das Gesetz geht damit in die Gesundheitskommission zur Nachbesserung.

 

 

Die neue Triagestelle wird mehr als doppelt so viel kosten wie die aktuellen Lösungen der Gemeinden. Geplant wird mit jährlichen Kosten von Fr. 4.80 pro Einwohner. Heute haben die Gemeinden jährliche Kosten von ca. Fr. 2.00 pro Einwohner. Wenn Aktivitäten zentralisiert und harmonisiert werden, dann gehen die Stückkosten üblicherweise runter. Warum bei der Triagestelle die Kosten pro Einwohner nach der Zentralisierung beim Kanton sich mehr als verdoppeln – dafür gibt es keine Begründung ….. ausser ein unsorgfältiger Umgang mit Steuergeldern. Es soll mir jemand erklären, warum pro Einwohner neuerdings mehr als doppelt so viel ausgegeben werden soll.

Dass der unsorgfältige Umgang mit Steuergeldern in einem Bereich stattfindet, wo die Kosten explodieren, ist besorgniserregend. Es verwundert immer weniger, dass die Gesundheitskosten (und damit auch die Krankenkassenprämien) explodieren, wenn man es nicht als notwendig erachtet, einen vernünftigen Preis zu verhandeln wie im Falle der Triagestelle .