180417Abstimmung Dringlichkeit

Fast alle Kantonsräte haben am 17.4.18 der Dringlichkeit für meinen Vorstoss zugestimmt: Votum vom 17.4.18 zur Dringlichkeitserklärung meines Postulats 88/2018

 

Von der Regierung fordere ich eine Änderung des Vorgehens bei der Spitallistenrevision in zwei Punkten:

Erstens soll die Spitalliste angebots-reduzierend revidiert werden. Dass die Spitalliste ein teures Überangebot verursacht, wird im ZHAW-Bericht zu Handen der Regierung auf S. 36 festgehalten, kann der tiefen Bettenauslastung von 79% im Gesundheitsversorgungsbericht 17 abgelesen werden und die Überkapazität wird von Christian Schär, Präsident des Verbands der Zürcher Krankenhäuser, auf 25% geschätzt (TagesAnzeiger 23.7.18).

Zweitens soll die bevorstehende Spitallistenrevision beschleunigt werden, weil die unnötigen Kosten sehr hoch, die Überbehandlungen für Patienten ungesund sind und die Spitäler Rechtssicherheit brauchen.

Die von unserer Regierung bereits umgesetzten Massnahmen wie ambulant vor stationär sind des Lobes wert. Aber der daraus gezogene Schluss, der Kanton Zürich ist bezüglich Kosten gut unterwegs, ist einfach falsch. Das teure Überangebot ist ein ernstes und ungelöstes Problem – in anderen Kantonen wie aber auch im Kanton Zürich und auf ein Benchmarking in einem solchen Umfeld zu verweisen ist irreführend.

Update: Die Regierung hat mittlerweile einen Plan vorgelegt (mehr: Link) und der Kantonsrat deshalb das Postulat am 4.6.18 abgeschrieben.